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Sport nach Krebs

Unser maßgeschneidertes Bewegungsprogramm für onkologische Rehabilitand:innen. Mit Sport dern Krebs vorbeugen.

Sport macht fit

Sport und Bewegung bei und nach einer Krebserkranung machen fit und erhöhen als einzige, neben einem Rauchstopp, von Ihnen beeinflussbare Verhaltensanpassung die Wahrscheinlichkeit, nach der Krebserkrankung gesund zu bleiben.

Gemeinsam gegen den Bewegungsmangel

Onkologische Rehabilitand:innen haben in den Wochen oder Monaten vor ihrer Rehabilitation unter Umständen große Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen hinter sich gebracht. Hierbei gab es wahrscheinlich viele Gründe nicht an Sport zu denken. Dazu können Schmerzen, Müdigkeit, körperliche Schwäche aber auch Depressionen zählen. Oft stellen sich onkologische Rehabilitand:innen die Frage, ob ihr Körper Sport überhaupt aushält. Oder ob der Sport die Erkrankung verschlimmert und sich Metastasen lösen können.

Wir erstellen unseren Rehabilitand:innen ein auf ihre Krebserkrankung maßgeschneidertes Bewegungsprogramm. Je nach ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit werden unsere Rehabilitand:innen in unterschiedliche Gruppen eingestuft, um ihren Körper nicht zu unter- oder überfordern.

Sportliche Aktivität steigert das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden. Außerdem verbesser Sport unter anderem die allgemeine Fitness, Beweglichkeit, Herz-Kreislauf-Funktion sowie die körperlichen Abwehrkräfte.

Das MET - Metabolisches Äquivalent

Mit dem metabolischen Äquivalent vergleicht man den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten. Das MET vergleicht die Sauerstoffaufnahme in Ruhe mit der Sauerstoffaufnahme bei Belastung.

1 MET entspricht dem Sauerstoffverbrauch in vollkommener Ruhe. Bei gesunden Erwachsenen sind dies ca. 3,5 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute.

Wir haben für Sie eine kleine Übersicht der Intensität von Bewegung und sportlicher Aktivität gemessen in MET pro Stunde erstellt. Unser gemeinsames Ziel für die Gesundheit unserer Rehabilitand:innen liegt vei 27 MET pro Woche.

  • Spazieren gehen 3,0
  • Walking 4,0
  • Jogging allgemein 7,0
  • Wandern 6,0
  • Fahrradfahren 5,5
  • Trockengymnastik 3,8
  • Wassergymnastik 5,3
  • Tanzen 4,0
  • Schwimmen (Brust) 5,8
  • Ski fahren 7,0
  • Tischtennis spielen 4,0
  • Fußball spielen 7,0
  • Golf spielen 3,0
  • Tai Chi, Yoga 3,0
  • MTT, Fitnessgeräte 3,5

Unser an die zuvor genannten Studienergebnisse angepasstes Sportprogramm zielt auf das Erreichen von 27 MET/ Woche ab. Wir möchten mit unserem Sport nach Krebs Programm einen günstigen Effekt auf die Prognose der Krebserkrankung unserer Rehabilitand:innen erzielen.

Forschung und Tipps

Aktuelle Forschungsergebnisse: Zu den häufigsten Krebserkrankungen (Prostata-, Brust-, und Darmkrebs) gibt es aussagekräftige Studienergebnisse, die gezeigt haben, dass körperliche Bewegung und sportliche Aktivität einen positiven Effekt auf die Prognose Ihrer Krebserkrankung haben. Durch regelmäßige sportliche Aktivität können möglicherweise Rückfälle der Erkrankung vermieden werden.
Aktuelle Studien zeigen, dass eine gewisse „Menge“ an sportlicher Aktivität notwendig ist, 24-27 MET / Woche um diese Effekte zu erzielen. Zudem belegen Studien, dass Ausdauersport helfen kann, die Erschöpfungs- und Müdigkeits-Symptome (Fatigue) nacheiner Krebserkrankung zu verbessern und somit die Lebensqualität zu
steigern.

Tipps für die Zeit nach der Reha

Um langfristige Effekte erzielen zu können, ist es wichtig, dass das Gelernte aus der Reha auch nach der Reha fortgeführt wird.

  • Erlerntes aus der Reha zu Hause weiter üben
  • Besuchen Sie einen Sportverein, eine Rehagruppe
  • Planen Sie feste Zeiten für Bewegung ein
  • Laden Sie Freunde und Familie mit dazu ein
  • Laufen Sie Treppen statt den Aufzug zu nehmen
  • Gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie Rad statt mit dem Auto zu fahren