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Ergotherapie

Ergotherapie Zurück in die Selbständigkeit

In der Ergotherapie ist unser Ziel das Wiederlangen bzw. der Erhalt größtmöglicher Selbständigkeit im privaten wie auch im beruflichen Alltag.

Bei unserem Aufnahmegespräch gehen wir mit Ihnen auf Ihre Einschränkungen ein und analysieren welche Auswirkungen diese auf Ihre Handlungsfähigkeit im Alltag haben. Danach definieren wir gemeinsam die für Sie persönlichen Therapieziele und erstellen einen individuellen Therapieplan.

Therapie der Motorik und Sensibilität

Im Rahmen dieser Therapie arbeiten wir mit unseren Rehabilitand:innen an der Normalisierung veränderter Bewegungsmuster. Auch die Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit, der Koordination, der Bewegungssteuerung sowie der Feinmotorik ist Ziel unserer Ergotherapie. Gleichzeitig verbessern wir die Kraft, Ausdauer und Sensibilität unserer Rehabilitand:innen.

Insgesamt ist unser Ziel die Verbesserung der gesamten Rumpf-, Schulter- Arm- und Handmotorik, um diese bei den gewohnten alltäglichen Verrichtungen wieder bestmöglich einsetzen zu können.

Unsere Therapien erfolgen auf Grundlage des "Motorischen Lernens" und gängiger, evidenzbasierter Therapiekonzepte, wie z.B. der Forced Use Therapie, der Spiegeltherapie, der Apparate-gestützen Therapie und der Therapie nach dem Bobath-Konzept.

Das Bobath-Konzept ist ein bewährtes, weltweit angewandtes Pflege- und Therapiekonzept zur Rehabilitation motorischer Beeinträchtigungen. Ziel der therapeutischen Maßnahmen ist es, eingeschränkte oder veränderte Bewegungsabläufe sowie die Muskelspannung wieder physiologisch zu steuern. Die dadurch verbesserten Funktionen werden bei Alltagsaktivitäten eingesetzt mit dem Ziel, Ihre Lebensqualität und Selbständigkeit im Alltag zu verbessern.

Die Forced-Use-Therapie wenden wir bei Rehabilitand:innen an, die z.B. nach einem Schlaganfall ihren betroffenen Arm/ die betroffene Hand bei  Alltagsaktivitäten nicht mehr wie gewohnt einsetzen können. Alltägliche Handlungen führen die Betroffenen oft nur noch mit dem nicht betroffenen Arm durch. Dadurch entsteht ein sogenannter "Erlernter Nichtgebrauch". Durch den forcierten Einsatz des betroffenen Arms lernen unsere Rehabilitand:innen den betroffenen Arm im Alltag wieder entsprechend seiner Möglichkeiten einzusetzen. Durch ein intensives, gezieltes und hochfrequentes Training mit alltagsorientierten Aufgaben wird der "Erlernte Nichtgebrauch" überwunden werden und ein Wiedererwerb motorischer Fertigkeiten findet statt. Der Einsatz des nicht betroffenen Arms wird dabei unterbunden.

Bei der Spiegeltherapie sitzen unsere Rehabilitand:innen vor einem senkrecht zur Körperachse platzierten Spiegel und beobachten darin die Bewegungen ihrer motorisch gesunden, oberen Extremität während die betroffene Seite hinter dem Spiegel liegt. Es entsteht der Eindruck, die betroffene Extremität bewege sich. Die Spiegeltherapie ist eine Methode zur Unterstützung der Bewegungsvorstellung. Das Ziel der Spiegeltherapie ist die Stimulation der entsprechenden Hirnareale zur Aktivierung der Arm-/Handmotorik.

Unsere Apparate-gestütze Therapie erfolgt mit dem "ArmeoSenso". Der "ArmeoSenso" ist ein Therapiemedium zur Behandlung von funktionellen Einschränkungen der oberen Extremität. Mit gezielten, spielerischen Übungen motivieren wir unsere Rehabilitand:innen zum Einsatz der betroffenen oberen Extremität. Dazu wird der Arm mit speziellen Sensoren sowie die Hand mit einem Handmodul ausgestattet. Durch das Handmodul und die Sensoren werden die Bewegungen auf dem Bildschirm sichtbar. Gezielte Übungen steigern die Muskelkraft und verbessern die Bewegungssteuerung und den Bewegungsumfang verschiedener Gelenke.

Therapie von Aktivitäten des täglichen Lebens

Bei vielen Erkrankungen können schon die alltäglichen Dinge des Lebens wie Körperpflege, An-/ Ausziehen, Zubereitung von Mahlzeiten, Essen und vieles mehr nicht mehr selbständig durchgeführt werden. Wir üben mit Ihnen gemeinsam diese Alltagshandlungen. In unseren Übungsküchen erfolgt ein Kochtraining und berufsrelevante Fähigkeiten trainieren wir mittels Therapieprogrammen am PC. Auch das Üben von handwerklichen Tätigkeiten gehört zu unseren Therapieelementen. Unsere berufstätigen Rehabilitand:innen erhalten Therapieangebote der medizinisch-berufsorientierten Rehabilitation (MBOR) mit dem Ziel der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben.

Therapie der kognitiven Funktionen

Die Therapie der kognitiven Funktionen, auch Hirnleistungstherapie genannten, setzen wir ein bei Einschränkungen der

  • Aufmerksamkeit
  • Merkfähigkeit
  • Orientierung
  • Reaktion
  • Handlungsplanung
  • des logischen Denkens.

Außerdem üben wir mit Ihnen konkrete alltägliche Situationen wie zum Beispiel den Umgang mit Geld, den Umgang mit der Uhr, rechnen, Alltagsstrukturierung, Medikamente richten, räumliche Orientierung. Der PC ist ein wichtiges Medium in der kognitiven Therapie.

Weitere Angebote unserer Ergotherapie

Hilfsmittelberatung- und versorgung

Wir versorgen unsere Rehabilitand:innen bei Bedarf mit Hilfsmitteln für zu Hause (z.B. Badewannenlifter, Haltegriffe, Anziehhilfen). Gerne üben wir mit unseren Rehabilitand:innen auch deren Handhabung.

Beratung der Angehörigen

Gerne beraten wir auch Angehörige unserer Rehabilitand:innen zur Therapie sowie hinsichtlich der Weiterversorgung im häuslichen Umfeld. In Absprache mit unseren Therapeut:innen können Angehörige auch an den Therapien teilnehmen. Bitte sprechen Sie uns einfach an.

 

Nachsorge

Unser Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit unserer Rehabilitand:innen. Daher beraten wir unsere Rehabilitand:innen gerne zu weiterführendenen Maßnahmen nach der Reha. Wir erarbeiten gemeinsam Eigenübungen und geben Ihnen Informationen zu Anlaufstellen zur Weiterbehandlung und Nachsorge mit auf den Weg.