Wunsch- und Wahlrecht

Fragen zum Wunsch- und Wahlrecht

Ansprechpartner

Patientenservice unter 07083 926 4444 oder per Mail unter patientenservice@gns.srh.de

Hilfreiche Formulare zur Beantragung Ihres Wunsch-und Wahlrechts, sowie Formulare zum Widerspruch bei Ablehung der Wunschklinik bzw. Widerspruch der Eigenbeteiligung finden Sie am Ende der Seite.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen ist es wichtig, dass die Rehabilitationsmaßnahme in einer Klinik erfolgt, die auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Erkrankung ausgerichtet ist.

Nach § 8 SGBIX haben Sie ein sogenanntes Wunsch- und Wahlrecht und dürfen sich eine Klinik aussuchen. Wörtlich heißt es in diesem Absatz:

(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen ind weltanschaulichenBedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen (…).

Ergänzen Sie Ihren Rehabilitationsantrag mit einem schriftlichen Klinik-Vorschlag, indem Sie Namen und Ort Ihrer Wunschklinik nennen, also z.B. das SRH Gesundheitszentrum Waldbronn, das SRH Gesundheitszentrum Bad Herrenalb oder das SRH Gesundheitszentrum Dobel.

 

Informationsquellen bei der Suche nach der richtigen Klinik können sein:

  • im Internet
  • Ihre Freunde, Familie, Bekannte
  • die Sozialdienste in der Akutklinik
  • über Infobroschüren
  • über Messen
  • Ihr betreuender Hausarzt
  • Ihr betreuender Facharzt
  •  Wenn Sie noch keinen Rehabilitationsantrag gestellt haben, aber eine Wunschklinik in Aussicht haben, dann können Sie das Formular zum Wunsch-und Wahlrecht direkt mit Ihrem Rehabilitationsantrag einreichen.
  • Wenn Sie Ihren Rehabilitationsantrag bereits verschickt haben, aber noch auf eine Antwort warten, dann können Sie das Formular auf Wunsch-und Wahlrecht nachreichen und auf Ihren Rehabilitationsantrag verweisen.
  • Wenn Ihr Rehabilitationsantrag bereits für eine andere Klinik bewilligt wurde, dann können Sie eine Änderung der zugewiesenen Klinik einreichen und den Namen Ihrer Wunschklinik angeben.

Damit Sie Ihr Wunsch-und Wahlrecht ausüben können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Einrichtung muss nachweislich für die Rehabilitation Ihrer Erkrankung geeignet sein.
  • Es muss ein Versorgungs-und Belegungsvertrag zwischen Klinik und Kostenträger abgeschlossen sein.
  • Die Wunschklinik muss den gesetzlich geltenden Qualitätsstandards entsprechen. Die SRH Gesundheitszentren Nordschwarzwald sind alle nach DIN ISO 9001:2015 und QMS Reha zertifiziert.

In manchen Fällen kann es dazu kommen, dass Ihre AR/ AHB bewilligt wurde und Ihre Krankenkasse dafür Zuzahlungen von Ihnen fordert. Wenn Sie eine der untenstenden Fragen mit „Ja“ beantworten können, können Sie das Zuzahlungsverlangen zurückweisen. Dazu legen Sie bitte schriftlichen Widerspruch ein und legen die Notwendigkeit Ihrer Wunschklinik bei Ihrer Krankenkasse nochmals dar. Die Ablehnung Ihrer Wunschklinik muss von der Krankenkasse inhaltlich begründet werden. Gründe für eine Ablehnung bzw. die Zahlung von Mehrkosten sind nur dann zulässig, wenn der sich der Klinikwunsch nicht mit medizinischen Argumenten oder wichtigen persönlichen Lebensumständen darlegen lässt. Ihre Krankenkasse darf Ihnen bei einem Zuzahlungsverlangen nur die Differenzkosten zwischen der zugewiesenen und der Wunschklinik in Rechnung stellen. Von Seiten der Krankenkasse müssen die Mehrkosten für die Wunschklinik den Kosten der zugewiesenen Klinik nachvollziehbar gegenüber gestellt werden. Die Entscheidung, ob Sie die Mehrkosten selbst tragen oder sich für die zugewiesene Klinik der Krankenkasse entscheiden, liegt am Ende bei Ihnen.

Fragen

  • Ist Ihre Wunschklinik medizinisch besser geeignet (belegt durch ärztliche Begründung)?
  • Ist Ihre Wunschklinik aufgrund im Antragerläuterter wichtiger persönlicher Lebensumstände (z. B.: Nähe zum Wohnort, da Familienbesuche für den psychischen Zustand und Therapieerfolg entscheidend sind etc.) besser geeignet?

Wenn Ihre Wunschklinik von Ihrem Kostenträger trotz (fach-)ärzlicher abgelehnt wurde, dann schauen Sie sich das Schreiben und den Ablehnungsgrund genau an. Wenn sich der Kostenträger nicht mit der medizinischen Eignung und den im Antrag begründeten Lebensumständen auseinandergesetzt hat, dann kann es sein, dass er Sie einer seiner Vetragskliniken zuweisen möchte. Weist das Ablehnungsschreiben keinen aussagekräftigen Ablehnungsgrund auf, so können Sie dem Ablehnungsbescheid innerhalb von 4 Wochen widersprechen. Hierfür richten Sie ein Schreiben an Ihren Kostenträger, in welchem Sie nochmals Ihre Gründe für die Wunschklinik darlegen. Bei der medizinischen Argumentation kann Sie Ihr behandelnder Arzt unterstützen.

Wenn Sie sich für eine Wunschklinik entschieden haben und Ihr Wunsch abgelehnt wurde, dann wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst Ihres Krankenhauses und schauen sich den Ablehnungsgrund genau an. Wurde sich nicht mit der medizinischen Eignung und den persönlichen Lebensumständen auseinandergesetzt, kann es sein, dass der Kostenträger Sie einer Vertragsklinik zuweisen möchte. Aufgrund des Fehlens einer standhaften Begründung, können Sie Widerspruch einlegen. Hierfür verfasst der Sozialdienst gemeinsam mit Ihnen ein Schreiben für den Kostenträger, welches die Klinikwahl erneut begründet. Ist die Wunschklinik für den medizinischen Erfolg besser geeignet, muss dem Antrag durch Kostenträger zugestimmt werden. Bitte beachten Sie, dass das Widerspruchsschreiben nur mit Ihrer Unterschrift gültig ist.

 

Wenn Sie sich für eine Wunschklinik entschieden haben und Ihr Wunsch abgelehnt wurde, dann wenden Sie sich bitte an den Sozialdienst Ihres Krankenhauses und schauen sich den Ablehnungsgrund genau an. Wurde sich nicht mit der medizinischen Eignung und den persönlichen Lebensumständen auseinandergesetzt, kann es sein, dass der Kostenträger Sie einer Vertragsklinik zuweisen möchte. Aufgrund des Fehlens einer standhaften Begründung, können Sie Widerspruch einlegen. Hierfür verfasst der Sozialdient gemeinsam mit Ihnen ein Schreiben für den Kostenträger, welches die Klinikwahl erneut begründet. Ist die Wunschklinik für den medizinischen Erfolg besser geeignet, muss dem Antrag durch Kostenträger zugestimmt werden. Bitte beachten Sie, dass das Widerspruchsschreiben nur mit Ihrer Unterschrift gültig ist.

Weitere Informationen zum Thema „Ablehnung Wunsch-und Wahlklinik“:

Ablehnung der Wunsch- und Wahlklinik

Wenn Ihre Wunschklinik von Ihrem Kostenträger trotz (fach-)ärzlicher Begündung abgelehnt wurde, dann schauen Sie sich das Schreiben und den Ablehnungsgrund genau an. Wenn sich der Kostenträger nicht mit der medizinischen Eignung und den im Antrag begründeten Lebensumständen auseinandergesetzt hat, dann kann es sein, dass er Sie einer seiner Vetragskliniken zuweisen möchte. Weist das Ablehnungsschreiben keinen aussagekräftigen Ablehnungsgrund auf, so können Sie dem Ablehnungsbescheid innerhalb von 4 Wochen widersprechen. Hierfür richten Sie ein Schreiben an Ihren Kostenträger, in welchem Sie nochmals Ihre Gründe für die Wunschklinik darlegen. Bei der medizinischen Argumentation kann Sie Ihr behandelnder Arzt unterstützen.